Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen liegt bei 5,27 % und ist auf das Niveau vor der Ausweitung der Rückkäufe durch Bessent am 19. August zurückgekehrt.
Die Rendite der 10-jährigen japanischen Staatsanleihen hat erstmals seit 30 Jahren die 3 % überschritten.
Die Rendite der 30-jährigen britischen Staatsanleihen liegt bei 5,87 %, dem höchsten Stand seit 1998.
Die Rendite der 10-jährigen deutschen Staatsanleihen liegt bei 3,34 %, dem höchsten Stand seit 2011.
Der Ölpreis ist im letzten Monat um 13 % gestiegen, Brent hat die 94-Dollar-Marke überschritten.
Der Bloomberg Global Sovereign Bond Index erreicht die höchsten Renditen seit fast 20 Jahren.
In einfachen Worten: Geld leihen wird weltweit teurer. Und deine BTC-Position steht immer noch bei 78.000.
Wie sieht es jetzt bei BTC aus?
Im August stieg der Kurs um 24-25 %, die stärkste August-Performance seit 2017. Er durchbrach zeitweise die 80.000-Dollar-Marke und testete den Widerstandsbereich bei 81.000-82.000.
Und dann? Nach einer hawkischen Rede von Waller in Jackson Hole fiel BTC direkt unter 78.000.
Derzeit pendelt der Preis zwischen 77.000 und 79.000 und schwankt im 24-Stunden-Bereich nur noch zwischen 77.200 und 79.200 Dollar.
Nach einem Anstieg von 25 % wartet der Markt auf eine Richtung. Doch die Nachrichten sind nicht gut.
Auf makroökonomischer Ebene lastet ein dreifacher Druck.
Erstens: Der gleichzeitige Zusammenbruch der globalen Staatsanleihen.
Nach Bessents Ankündigung der Ausweitung der Rückkäufe am 19. August fiel die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen kurzzeitig. Innerhalb von weniger als zwei Wochen stieg sie auf 5,27 % zurück.
Mark Cabana, Leiter der Zinsstrategie bei Bank of America, bringt es auf den Punkt: „Der Zinsmarkt kann keine nennenswerte Renditeabsenkung aufrechterhalten, Investoren verlangen höhere Kompensation, um längere Laufzeiten einzugehen.“
Dan Morehead, Gründer von Pantera, ist noch deutlicher: „Bluffen funktioniert nur, wenn niemand am Tisch weiß, dass du bluffst."
Zweitens: Der Ölpreis explodiert.
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran eskalieren erneut, der Ölpreis stieg an einem Tag um über 5 %, Brent nähert sich 95 Dollar. Die Diesel-Futures sind in den letzten 10 Wochen um 51 % gestiegen.
Jeder Anstieg des Ölpreises schürt die Inflation weiter.
Drittens: Die globale Zentralbanken wenden sich kollektiv.
Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der EZB am 10. September liegt bei 98,9 %.
Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Bank of Japan am 18. September liegt bei 88 %.
Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed am 15.-16. September liegt bei 66,9 %.
Das ist keine Einzelaktion einer Zentralbank, sondern eine systematische Erhöhung der globalen Finanzierungskosten.
Wo steht BTC jetzt?
Oben: 82.000 Dollar sind die erste Hürde. BTC hat diesen Bereich kürzlich mehrfach getestet, wurde aber jedes Mal zurückgedrängt.
Darüber: 83.000-86.000 Dollar ist eine dichte Widerstandszone mit Short-Covering, Angebot von Langzeitinhabern und Verkaufsaufträgen im Orderbuch.
Unten: 75.000 Dollar ist die erste Verteidigungslinie, 72.000 Dollar der tiefere Boden.
Wintermute definiert 75.000 und 82.000 Dollar als zwei Schlüsselpreise vor dem FOMC im September.
Jetzt bewegt sich der Kurs in diesem Bereich. Wer zuerst durchbricht, gewinnt.
Drei Szenarien – wie solltest du reagieren?
Szenario 1: Fed-Zinserhöhung + hawkische Sprache (höchste Wahrscheinlichkeit)
Die Zinserhöhung wird umgesetzt, aber Waller deutet an, dass „das erst der Anfang ist“. BTC wird wahrscheinlich 72.000-75.000 Dollar testen.
Was tun: Nicht übereilt kaufen. Warten, bis sich der Preis stabilisiert und die Sprache verdaut ist. Wenn dieser Bereich erreicht wird, ist es eine Zone für mittelfristige bis langfristige Positionierung.
Szenario 2: Fed-Zinserhöhung + dovishe Guidance (mittlere Wahrscheinlichkeit)
„Eine Zinserhöhung, danach Daten abwarten“ – der Markt interpretiert das als das Ende der Negativnachrichten. Ein temporärer Boden könnte hier entstehen.
Was tun: Achte auf Wallers Worte. Wenn er von „datenabhängig“ spricht statt von „weiterer Straffung“, wird der Markt selbst einen Boden finden.
Szenario 3: Unerwartete Nicht-Zinserhöhung (geringe Wahrscheinlichkeit, größte Erwartungslücke)
CME preist eine 66,9%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung ein. Wenn die Fed vom Drehbuch abweicht, ist das die größte Erwartungslücke.
BTC könnte direkt über 82.000 Dollar ausbrechen und sogar die dichte Widerstandszone bei 86.000 Dollar herausfordern.
Was tun: In so einem Szenario nicht hinterherlaufen. Erwartungslücken-Trades sollten vor der Bekanntgabe positioniert werden, Nachziehen nach der Nachricht führt oft zu Verlusten.
Einige wichtige Indikatoren zum Beobachten:
Spot-ETF Kapitalzuflüsse: Vom 24. bis 28. August gab es neun Tage in Folge Nettozuflüsse von 924 Mio. USD. Am 28. August erstmals ein Abfluss von 202 Mio. USD. Am 1. September wieder Zuflüsse von 216,7 Mio. USD.
Institutionelle Anleger sind nicht ausgestiegen. Sie handeln hin und her und warten auf eine Richtung.
Offene Kontrakte: Sind auf den niedrigsten Stand seit Mai gefallen. Das zeigt, dass der Anstieg im August von Spot-Käufen getrieben wurde, nicht von Hebelwirkung. Die Struktur ist gesünder als es scheint.
Freitag Arbeitsmarktdaten: Das ist die letzte wichtige Zahl vor dem FOMC. Starke Daten → Zinserhöhung bestätigt → BTC könnte 75.000 testen. Schwache Daten → Zinserhöhung unwahrscheinlicher → BTC könnte 80.000 erreichen.
Am 9. September tritt die Ausweitung der Rückkäufe durch Bessent offiziell in Kraft. Doch der Markt hat bereits abgestimmt – niemand glaubt, dass das die Lage rettet.
Wie verwaltest du deine Position?
Erstens, Hebel reduzieren. Vor dem FOMC nicht mit großen Positionen auf eine Richtung setzen. Die implizite Volatilität kann dich mit einem Schlag aus dem Markt werfen.
Zweitens, in Tranchen kaufen. Wenn der Bereich 72.000-75.000 Dollar erreicht wird, ist das eine Zone für mittelfristige bis langfristige Positionierung. Nicht alles auf einmal, sondern in drei Tranchen.
Drittens, ETF-Kapitalflüsse beobachten. Wenn institutionelle Anleger kontinuierlich netto investieren, nicht gegen den Markt handeln. Bei anhaltenden Abflüssen nicht auf „dieses Mal ist es anders“ hoffen.
Viertens, vor den Arbeitsmarktdaten am Freitag die Hände vom Markt lassen. Das ist das letzte binäre Ereignis vor dem FOMC. Nach den Daten kann man wieder aktiv werden, ein oder zwei Tage machen keinen Unterschied.
BTC stieg im August um 25 %, aber hast du wirklich Gewinn gemacht?
Wenn du bei 78.000 nachgekauft hast, bei 81.000 nicht ausgestiegen bist und jetzt überlegst, ob du verkaufen sollst – du bist nicht allein.
September könnte einer der volatilsten Monate dieses Jahres werden.
Die globalen Anleihemärkte brechen ein, der Ölpreis schießt in die Höhe, drei Zentralbanken wollen gleichzeitig die Zinsen erhöhen.
Dranzubleiben ist wichtiger als zu verdienen.
$BTC$ETH$SOL#非农前数据分化,9月加息预期升温
Haftungsausschluss: OKX Orbit-Inhalt dient nur zu Informationszwecken. Mehr erfahren