Großer Abzug von Vertragsgeldern, während Spotkäufe zunehmen – welches Signal sendet der Markt?
Auf der Vertragsseite gibt es einen kollektiven Nettoabfluss, während auf der Spotseite ein kompletter Nettozufluss zu verzeichnen ist. Hebelgelder ziehen sich zurück, Spotgelder steigen ein, kurzfristige Divergenzen zwischen Long- und Short-Positionen nehmen zu.
1️⃣ Vertragsseite: Die drei großen Mainstream-Coins verlieren gemeinsam Kapital
In den letzten 24 Stunden gab es bei BTC-Verträgen einen Nettoabfluss von 120 Mio. USD, bei ETH 266 Mio. USD und bei SOL etwa 27 Mio. USD, insgesamt also rund 413 Mio. USD Nettoabfluss.
Dabei ist der Abfluss bei ETH am deutlichsten und entspricht 1,15 % des offenen Vertragsvolumens. Die Vertragspositionen schrumpfen, aber Nettoabfluss bedeutet nicht zwangsläufig neue Short-Positionen.
2️⃣ Spotseite: Gelder fließen weiterhin in den Markt
Beim Spot-Markt gab es einen Nettozufluss von 36,21 Mio. USD bei BTC, etwa 41,37 Mio. USD bei ETH und rund 14,28 Mio. USD bei SOL, insgesamt also ca. 91,86 Mio. USD Nettozufluss.
Alle drei Coins zeigen positive Zuflüsse, auf der Spotseite gibt es vorerst keinen großflächigen Abzug.
3️⃣ Wie geht es weiter?
Der Kernkonflikt am Markt ist derzeit: Vertragsgelder ziehen sich zurück, Spotgelder übernehmen.
Wenn die Preise schwächer werden und das offene Volumen weiter sinkt, deutet das auf eine fortgesetzte Deleveraging-Phase hin. Wenn jedoch die Spotzuflüsse anhalten und die Preise steigen, sollte man auf eine Gegenbewegung durch Short-Covering achten.
Kurzfristig nehmen die Divergenzen zu, die Marktbewegungen bleiben volatil. Bei BTC und ETH gilt es besonders zu beobachten, ob die Spotkäufe anhalten, bei SOL liegt der Fokus darauf, ob die Kapitalzuflüsse fortgesetzt werden.
Wichtiger als das reine Long-Short-Verhältnis ist künftig, ob Preis, offenes Volumen und Spotgelder eine Resonanz bilden können.
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