Am 16. September hat der Ausschuss für Haushaltsmittel des US-Repräsentantenhauses mit 38 zu 5 Stimmen den H.R.10357 "Digital Asset Tax Certainty Act" verabschiedet. Selten standen die beiden Parteien so einig da.
Nach Bekanntwerden der Nachricht jubelten die Insider zunächst.
"Gebühren unter 10 US-Dollar sind steuerfrei!"
"Stablecoins sind jetzt ausgenommen!"
"Trusts dürfen Vermögenswerte verpfänden!"
Aber feiere nicht zu früh. Wenn du das 114-seitige Gesetz durchliest, wirst du feststellen, dass der wirklich wichtige Punkt gestrichen wurde.
Zuerst die guten Nachrichten, die gibt es tatsächlich.
Erstens: Einzelne On-Chain-Gebühren unter 10 US-Dollar sind steuerfrei. Wenn du künftig eine Überweisung tätigst oder Gas zahlst, musst du dich nicht mehr fragen, ob und wie du diese melden musst. Aber es gibt eine Bedingung – wer im Vorjahr mehr als 5000 Transaktionen hatte, ist ausgeschlossen.
Kurz gesagt, diese Regel ist für normale Nutzer gedacht, nicht für Transaktionsfarmen.
Zweitens: Qualifizierte US-Dollar-Stablecoins sind von den Wash-Sale-Regeln ausgenommen. Stablecoin-Transfers werden flexibler, institutionelle Market Maker werden nicht mehr ausgebremst.
Drittens: Qualifizierte Trusts können digitale Vermögenswerte verpfänden, ohne ihre steuerliche Stellung zu verlieren. Das ist ein echter Vorteil für institutionelle Verpfändungsprodukte – früher konnte ein Trust durch Verpfändung seine Steuerqualifikation verlieren, diese Hürde ist jetzt beseitigt.
Diese Punkte zusammen ergeben die im Titel des Gesetzes genannte "Sicherheit".
Aber darunter verbirgt sich eine echte Bombe, die heute wirklich erwähnenswert ist.
Die Aufschubregelung für Mining- und Staking-Belohnungen wurde gestrichen.
Im Juni hatte Abgeordneter Mike Carey einen "Mining and Staking Tax Clarity Act" vorgeschlagen, dessen Kernpunkt war: Minern und Stakern soll erlaubt werden, die Steuer erst beim Verkauf zu zahlen, nicht beim Erhalt.
Dieser Punkt wurde aus der endgültigen Fassung gestrichen.
Was bedeutet das?
Wenn du heute 10 SOL minest oder 5 HYPE durch Staking erhältst – egal ob du sie verkaufst oder nicht, egal ob der Preis gefallen ist – musst du den Wert zum Zeitpunkt des Erhalts als Einkommen versteuern.
Du könntest sagen: Dann verkaufe ich doch einfach?
Das Problem ist, viele Staking-Belohnungen sind gesperrt. Du hast die Token erhalten, kannst sie aber nicht bewegen. Die Steuerbescheide kommen, aber kein Bargeld.
Cointelegraph zitiert: "Ohne diese Regelung müssen Mining- und Staking-Belohnungen zum Zeitpunkt des Erhalts besteuert werden."
Das ist kein theoretisches Problem. 2022 und 2023 haben viele Miner nach dem Preissturz Steuerbescheide auf Basis der Höchstpreise erhalten, während ihre Coins um 80 % gefallen waren – und mussten nachzahlen.
Die Geschichte wiederholt sich, diesmal trifft es die Staker.
Und es wird noch schlimmer.
Der demokratische Abgeordnete Lloyd Doggett schlug zwei Änderungsanträge vor:
Einer verpflichtete Non-Custodial- und DeFi-Plattformen zur 1099-Berichterstattung – abgelehnt mit 12 zu 28 Stimmen.
Der andere forderte eine Untersuchung der Auswirkungen von Krypto-Mining auf Stromverbrauch und Umwelt – ebenfalls abgelehnt mit 16 zu 25 Stimmen.
Mehr Transparenz gefordert, mehr Forschung gefordert. Beides abgelehnt.
Übersetzt: Was reguliert werden müsste, wurde nicht reguliert; was erforscht werden müsste, wurde nicht erforscht.
Die "Sorge" des Gesetzes liegt nicht darin, was es falsch macht, sondern darin, was es nicht macht.
Es vereinfacht kleine Zahlungen unter 10 US-Dollar, greift aber nicht das schmerzhafteste Problem für Miner und Staker an: die sofortige Steuerpflicht beim Erhalt. Es gewährt Stablecoins Ausnahmen, lässt aber keine Liquiditätspuffer für Validatoren. Es erlaubt Trusts Verpfändungen, aber keine Aufschübe für Einzelpersonen.
Senator Steven Horsford sagte selbst im Ausschuss: "Dieses Gesetz ist nicht so umfassend, wie ich es mir wünsche. Der Kongress muss klären, wann Mining- und Staking-Belohnungen als Einkommen zu erfassen sind."
Sogar Befürworter geben zu, dass das Kernproblem ungelöst bleibt.
Kurz gesagt: Es vereinfacht deine kleinen Zahlungen, löst aber nicht dein Liquiditätsproblem durch die sofortige Steuerpflicht.
Miner und Staker sind heute nicht die Gewinner. Sie sind die "Kompromittierten".
Das Gesetz muss noch das gesamte Repräsentantenhaus, den Senat und die Unterschrift des Präsidenten passieren. Das Repräsentantenhaus macht diese Woche bis nach den Zwischenwahlen Pause, ein Zeitplan steht noch nicht fest.
Aber die Richtung der Steuergesetzgebung ist klar: Jede erhaltene Münze ist steuerpflichtiges Einkommen – egal, ob du sie verkauft hast oder nicht.
$BTC$ETH$ZEC#美国加密税收与BTC储备法案获推进
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