Angenommen, die USA sind wirklich so, wie es in den letzten Tagen in viralen Beiträgen verbreitet wurde: Trump, Bassett und Walsh arbeiten arbeitsteilig zusammen und kontrollieren jeweils den Ölpreis, die Rendite von US-Staatsanleihen, die Zinssätze sowie die Erwartungen bezüglich Zinserhöhungen und -senkungen.
Insbesondere kann Trump den Kriegsrhythmus in der Straße von Hormus im Iran vollständig steuern (zum Beispiel Vergeltungsmaßnahmen verschieben, nicht sofort zuschlagen), um kurzfristig den Ölpreis zu regulieren, wodurch auch die Inflationsdaten kurzfristig beeinflusst werden können.
Der jüngste Anstieg der Ölpreise könnte somit ein guter Vorwand für Walsh sein, eine hawkische Haltung einzunehmen oder sogar im September die Zinsen zu erhöhen.
Wenn im September tatsächlich eine Zinserhöhung geplant ist, kann man den hohen Ölpreis konstant halten.
Angenommen, nach der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex (CPI) am 11. September steigt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September stark an und man möchte sie anschließend wieder senken, dann könnte man nach der Veröffentlichung der CPI-Daten am 11. September den Ölpreis wieder drücken. So könnte man bei der FOMC-Sitzung am 16. September trotz Nicht-Erhöhung argumentieren, dass der hohe Ölpreis nicht anhält und deshalb keine Zinserhöhung erfolgt (obwohl der CPI am 11. September die August-Daten veröffentlicht, könnte man dies mit der Begründung erklären, dass der hohe Ölpreis nicht nachhaltig ist). Die Fed könnte so elegant einen Rückzieher machen. Damit wäre man sowohl in der Offensive als auch in der Defensive, im schlimmsten Fall bleibt man hawkisch.
Kurz gesagt, die Zinserhöhung oder deren Ausbleiben kann durch den Ölpreis gesteuert werden, was die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Fed bewahrt.
Wenn diese Vermutung zutrifft, könnte man erst nach der Veröffentlichung der CPI-Daten auf fallende Ölpreise setzen. Nächste Woche abwarten und beobachten $CL
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